Demeter

Was ist Demeter?

«Demeter» ist das weltweit gültige Qualitätslabel für Nahrungsmittel aus der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. Der 1927 gegründete Anbauverband "Demeter" basiert auf der Grundlage der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, die Rudolf Steiner 1924 in seiner Theorie begründete. Das älteste Öko-Label verfügt über die strengsten Richtlinien und steht für eine konsequent naturnahe und nachhaltige Landwirtschaft.

Bio? Logisch! Aber wofür steht biodynamisch?

Ausgezeichnet biodynamisch! Mit diesem Slogan wirbt der Demeter Verband. Die Bedeutung des Wortes biologisch und dessen Hintergrund ist allseits bekannt, der Begriff biodynamisch (Abk. für biologisch-dynamisch) führt hingegen oft zu fragenden Gesichtern.

In Anlehnung an die Theorie von Rudolf Steiner (Philosoph, Naturwissenschaftler und Goethe-Forscher, 1861-1925) geht es in der biodynamischen Landwirtschaft stets um die Stärkung des Ganzen. Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen werden als Teil eines grossen Kreislaufs gesehen, in dem alle aufeinander angewiesen sind und sich gegenseitig unterstützen. Auch die Gestirne und die Mondphasen nehmen Einfluss auf die biologisch-dynamische Landwirtschaft.

Kurz gesagt lässt sich dies wie folgt erklären: Dem Boden wird Gutes getan, in dem ein reges Bodenleben und die Fruchtbarkeit gefördert werden. Pflanzen dienen als Nahrungsmittel für Mensch und Tier, und als Kompost. Die Tiere sorgen für Dünger und der Mensch behält den Gesamtorganismus im Auge. Der Anpflanz-Zeitpunkt richtet sich nach den Mondphasen. So erhalten Sie ein Produkt von und höchster Qualität.

Die Verarbeitung veredelt die hohe Grundqualität.

Demeter regelt die Verarbeitung strenger als jedes andere Label. So sind etwa nur 16 produktspezifische Zusatzstoffe erlaubt (bei der biologischen Verarbeitung etwa 50). Unseren Demeter Kaffee verpacken wir in PE-Beutel (Polyethylen) ohne Aluminiumanteil. Die Verpackung ist 100% recyclebar und natürlich frei von gentechnisch veränderten Stoffen.

Die Finca Irlanda

Am Westhang der Gebirgskette Sierra Madre, genauer gesagt in Chiapas/ Mexiko, befindet sich auf 1090 Metern gelegen die Finca Irlanda. Gegründet wurde die Finca von einer irischen Familie, die ihr auch ihren Namen gab. 1928 kaufte Rodolfo Peters die Finca und begann – inspiriert von den Vorträgen Rudolf Steiners - noch im gleichen Jahr mit der biologisch-dynamischen Anbauweise. Heute wird die Finca bereits in der vierten Generation bewirtschaftet.

Das dichte Grün der Finca besteht aus mehr als 50 verschiedenen Baumarten und sogar mehr als 800 verschiedenen Pflanzen. Auf den 220 Hektar Produktionsfläche wird beim Anbau auf Monokultur verzichtet wird, so schützen Schattenbäume die Kaffeesträucher und die dazwischenliegenden zahlreichen Gewürzpflanzen.

Ausserdem gibt es eine Baumschule, um die einheimischen Baumarten zu erhalten. Auch ein Naturreservat zum Schutz von über 300 Vogelarten und dem Erhalt des Regenwalds befindet sich auf dem Areal.

Auf der Finca findet man neben der faszinierenden Flora und Fauna natürlich auch Einrichtungen zum Wohle der Menschen, die dort leben und arbeiten. So gibt es auf dem Grundstück der Finca Wohnungen für die Arbeiter und deren Familien, eine Grundschule, Unterricht für die Erwachsenen und eine Klinik für alle medizinischen und zahnmedizinischen Anliegen.

Wir unterstützen die Finca Irlanda gern, in dem wir unseren Kaffee im Voraus zahlen, durch Finanzierung der Pension der Forscher oder auch durch den Kauf und die anschliessende Übergabe von 10.000 Quadratmetern Regenwald.

Die Familie Peters hat auf der Finca einen besonderen Ort geschaffen und wir sind stolz, schon seit 90 Jahren mit ihnen zusammen arbeiten zu dürfen und schätzen die langjährige und freundschaftliche Partnerschaft.

Fazenda Camocim

Fährt man rund 50 Kilometer von der Brasilianischen Küste landeinwärts, findet man die Fazenda Camocim von Henrique Sloper Araùjo. Er trat die Leitung der Fazenda 1996 als Nachfolger von Olivar Araùjo an. Henriques Ziel war und ist es, die Fazenda zu einem einmaligen Ort zu machen, der sich im Anbau und Qualität von den anderen Plantagen abhebt. So begann er zunächst, hochwertigen Bio-Kaffee anzubauen und die Plantage ohne Pestizide zu bewirtschaften. Später stellte er auf biodynamische Landwirtschaft um. Im Jahr 2008 erhält die Fazenda die Demeter Anerkennung.

Auf der Fazenda Camocim wird nach wie vor Wert auf hohe Qualität gelegt. So befindet sich dort sogar ein hauseigenes Labor, in dem der Kaffee stetigen Tests unterzogen wird, um die Qualität und Reinheit zu gewährleisten.

2017 erzielten sie den ersten Platz in der Prämierung «Cup of Excellence».

Wir freuen uns, in der Fazenda Camocim einen weiteren Partner in der biodynamischen Landwirtschaft gefunden zu haben. Wir sind überzeugt, dass diese noch junge Kooperation eine lange und erfreuliche Zukunft hat.